Zeitlimitierte CO-Warner bei der Feuerwehr – was sollte bei der Beschaffung beachtet werden?

Zeitlimitierte CO-Warner sind auf den ersten Blick attraktiv: Sie sind einfach zu handhaben und häufig günstiger in der Anschaffung. Für Feuerwehr-Gerätewarte und Beschaffer stellt sich jedoch die Frage, ob ein solches Gerätekonzept auch für eine dauerhaft vorgehaltene Feuerwehrausrüstung langfristig wirtschaftlich und nachhaltig ist.

Zeitlimitierte CO-Warner sind auf den ersten Blick attraktiv: Sie sind einfach zu handhaben und häufig günstiger in der Anschaffung. Für Feuerwehr-Gerätewarte und Beschaffer stellt sich jedoch die Frage, ob ein solches Gerätekonzept auch für eine dauerhaft vorgehaltene Feuerwehrausrüstung langfristig wirtschaftlich und nachhaltig ist.

Was passiert nach zwei Jahren?

Bei einem zeitlimitierten Eingasmessgerät ist die Einsatzdauer von vornherein festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit wird das komplette Gerät ersetzt – unabhängig davon, wie häufig es eingesetzt wurde und in welchem Zustand es sich befindet.

Gerade wenn eine Feuerwehr mehrere CO-Warner vorhält, entstehen dadurch regelmäßig neue Beschaffungskosten. Für eine wirtschaftliche Betrachtung sollte deshalb nicht nur der Anschaffungspreis, sondern die gesamte Nutzungsdauer betrachtet werden.

Bei einem nicht zeitlimitierten Gerät fallen selbstverständlich ebenfalls Kosten für Prüfungen, Wartung und gegebenenfalls den Austausch von Verschleißteilen an. Das komplette Messgerät muss jedoch nicht allein aufgrund des Ablaufs einer festgelegten Lebensdauer ersetzt werden.

Nachhaltigkeit mitdenken

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist die Nutzungsdauer relevant. Elektronische Messgeräte bestehen aus zahlreichen Komponenten wie Elektronik, Sensoren, Gehäuse und Batterien. Wird ein Gerät nach einer festgelegten Zeit komplett ersetzt, entsteht entsprechend Elektronikschrott – auch wenn einzelne Komponenten noch weiter nutzbar wären.

Ein langlebiges Gerätekonzept kann deshalb dazu beitragen, die Zahl der vollständig zu ersetzenden Geräte zu reduzieren. Nachhaltigkeit beginnt damit bereits bei der Beschaffung und nicht erst bei der Entsorgung.

Für welchen Einsatz wurde das Gerät entwickelt?

Neben Kosten und Nachhaltigkeit sollte der Einsatzzweck eine wichtige Rolle spielen.

Zeitlimitierte Eingasmessgeräte sind häufig für Anwendungen interessant, bei denen ein Gerät nur vorübergehend benötigt wird, beispielsweise bei bestimmten industriellen Tätigkeiten. Bei Feuerwehren werden CO-Warner dagegen als dauerhaft verfügbare Einsatzmittel vorgehalten. Sie müssen auch nach längeren Standzeiten zuverlässig funktionieren und unter wechselnden Einsatzbedingungen einsetzbar sein.

Bei der Auswahl sollte daher geprüft werden, ob das Gerätekonzept zu den tatsächlichen Anforderungen des Feuerwehreinsatzes passt.

Ein Beispiel für ein nicht zeitlimitiertes Messgerät ist das Dräger Pac 6500 CO, das auch in einer auf den Feuerwehreinsatz abgestimmten Variante angeboten wird. Das zugrunde liegende Konzept ermöglicht eine langfristige Nutzung bei entsprechender Prüfung, Wartung und Instandhaltung.

  • Auf den Feuerwehreinsatz abgestimmte Alarmschwellen: 20, 60 und 200 ppm CO
  • BOS-spezifische Gerätekonfiguration für die Anforderungen des Feuerwehreinsatzes
  • Voreinstellung für den erweiterten Begasungstest entsprechend den relevanten DGUV-Anforderungen
  • Schutzart IP68 gegen Staub und Wasser
  • 360°-Alarmierung: optisch, akustisch und durch Vibration – der Alarm ist auch bei eingeschränkter Sicht bzw. in lauter Umgebung wahrnehmbar

Nicht nur den Stückpreis vergleichen

Für Gerätewarte und Beschaffer lohnt sich deshalb ein Blick über den Kaufpreis hinaus:

Anschaffung + Prüfungen + Wartung + Ersatzteile + Ersatzbeschaffung + Entsorgung

Erst diese Betrachtung zeigt, welche Lösung über die gesamte Nutzungsdauer tatsächlich wirtschaftlich ist.

Zeitlimitierte CO-Warner können für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein. Bei einer dauerhaft vorgehaltenen Feuerwehrausrüstung sollte jedoch geprüft werden, ob ein langfristig nutzbares Gerätekonzept hinsichtlich Kosten, Einsatzbereitschaft und Nachhaltigkeit die passendere Lösung darstellt.

Denn eine gute Beschaffungsentscheidung berücksichtigt nicht nur den Preis beim Kauf, sondern auch die Kosten, den Aufwand und die Ressourcen, die während des gesamten Lebenszyklus eines Messgerätes entstehen.